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Sonja Reichert stammt aus einer Kleinstadt in Luxemburg. 1981 ging sie nach Berlin, wo sie bis 2007 lebte, jedoch weiterhin mit einer starken Bindung ans Heimatland. Sie ist Mutter von 2 erwachsenen Söhnen. In Berlin ließ sie sich in den alten Handwerken Spinnen, Weben, Färben mit Naturmaterialien und Töpfern ausbilden, auch in kreativen Bereichen wie Seidenmalerei und der chin. Tuschmalerei erhielt sie Unterricht. Bis 2001 unterrichtete sie Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Schulen u. öffentlichen Einrichtungen in den alten Handwerken und in kreativer Arbeit. Mehrere Ausstellungen begleiteten ihre eigenen Arbeiten in diesen Bereichen. Bis 2007 war sie im administrativen und kulturellen Bereich der Botschaft des Großherzogtums Luxemburg in Berlin tätig, wo luxemburgischen Künstlern die Möglichkeit geboten wurde, durch Ausstellungen, Konzerte, Lesungen usw. sich im Ausland einen Namen zu machen. 2007 kehrt sie nach Luxemburg zurück.

Berlin, eine Stadt im Wandel, inzwischen hatte sie sich der Fotografie zugewandt und verließ die Stadt mit einer ersten eigenen Fotoausstellung: EINFACH ….. SEHEN, welche am Alexanderplatz in Berlin gezeigt wurde. Die gleiche Ausstellung zeigte sie, kaum angekommen, auch in Remich in Luxemburg, anlässlich der Einweihung des Degustationshauses der privaten Weinkellerei Rita & Laurent Kox. Beruflich war sie derzeit im Kulturellen Bereich einer Architektur Stiftung tätig. Angeregt durch die Nähe zu den luxemburgischen Künstlern und der Überzeugung, diese weiterhin im Ausland bekannt zu machen, entschließt sie sich zur Gründung der Künstleragentur; Artmadeinluxembourg www.madeinluxembourg.lu., deren Präsidentin sie ist. Die Agentur vertritt seitdem viele luxemburgische Künstler im Ausland, wie auf dem Festival Schloss Salem, Ausstellungen in Athen, Berlin, Brüssel, Warschau usw. Konzerte in Weilburg, Berlin, Paris, Washington um nur einige zu nennen.
Die Anfragen zur Organisation von Veranstaltungen in Luxemburg lehnte die Agentur nicht ab, versuchte jedoch immer einen Austausch zwischen ausländischen und einheimischen Künstlern zu schaffen, wie z. B. die Ausstellung „Konscht am Joer vum Besch“ zeigte. Besonders nachhaltige Kunstprojekte haben einen immer wichtigeren Stand bekommen und es sind Projekte entstanden, wie der internationale Dichterpfad im Süden von Luxemburg, Fonds de Gras oder die „Gallerie am Besch“ um Stafelter, ein Dauer-Projekt das sich seiner Umwelt anpasst und aber auch immer wieder durch neue Kunstprojekte erweitert wird.

Sonja Reichert widmet sich in ihrer Fotografie inzwischen auch umweltkritischeren Themen, wie ihre Wanderausstellung „Aqua quo vadis“, Begleitausstellung der Ausstellung „Wasser ist Leben“ die 2013 in Luxemburg gezeigt wurde, dokumentiert. Zurzeit lebt und arbeitet sie in Luxemburg, ist verantwortliche Herausgeberin einer Fachzeitschrift für Ingenieurwesen, Architektur und Wissenschaft. Sie engagierte sich stark in der Erinnerungsarbeit und war bis April 2016 Generalsekretärin des Internationalen Sachsenhausen Komitees der Gedenkstätte Sachsenhausen in Oranienburg bei Berlin.